Friluftsliv

Friluftsliv bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie ‚Freiluftleben’ oder ‚Leben unter freiem Himmel. In diesem Sinne können sehr viele Aktivitätsformen, die in Natur und Landschaft ausgeübt werden, dem traditionellen Friluftsliv zugerechnet werden, sofern sie mit einer Haltung betrieben werden, die sich an den folgenden fünf Prämissen orientiert:

• Man lebe draußen in natürlicher Umgebung.
• Man brauche keine technischen Fortbewegungsmittel.
• Der ganze Mensch soll gefordert werden.
• Es gibt kein Konkurrenzdenken.
• Man vermeide der Natur zu schaden bzw. sie zu verschmutzen

Wildnispädagogik

Die Naturvölker besaßen eine effektive Methode, um Naturwissen und praktische Fertigkeiten auf kreative Weise weiterzugeben. Sie wurde bei den nordamerikanischen Indianern 'Coyote Teaching' genannt.

Der Lehrer ist hier mehr ein Mentor, der kein erledigtes Wissen auferlegt, sondern den Lernenden bei seinem eigenen Lernweg durch die Natur begleitet. Der Mentor ist ein Vermittler zwischen dem Lernenden und der eigentlichen Lehrmeisterin, der Natur. Er schürt Neugierde, führt in ungewohnte Situationen und stellt die zündenden Fragen, er erzeugt im Lernenden ein inneres Verlangen, Antworten zu finden. Kinder wie Erwachsene entdecken so ihr persönliches Verwobensein mit dem Leben, was nun auf echten Erfahrungen gegründet ist.

Erlebnispädagogik

Bewusstes Lernen durch Erfahrung. Kinder und Jugendliche gelangen durch unsere Aktionen zu Erfahrungen und Erkenntnissen, welche sie in Alltagssituationen übertragen können. Um zu den Erkenntnissen zu kommen, werden alle Aktivitäten auf unterschiedlichste Weise (offene Gespräche, Blitzlichter, Naturtagebuch, Malen, Kollagen...) reflektiert.



Unsere Lernprinzipien:

    • Herausforderung
      Neue Erfahrungen fordern heraus! Man lernt etwas über sich und seine Rolle in der Gruppe.
    • Challenge by choice
      Freiwilligkeit! Selbstbestimmung und Selbstverantwortung werden erlebt und trainiert.

    • Orientierung am Individuum
      Jede einzelne Person in der Gruppe zählt mit ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen.
    • Authentizität
      Echtheit der Personen und Situationen

    • Ganzheitlichkeit
      Lernen mit allen Sinnen 
      mit Kopf, Herz und Hand! (Pestalozzi)

    • Gruppenselbststeuerung
      Gemeinsame Entscheidungen in der Gruppe sind von großer Bedeutung. Sie bieten eine Menge an Lernfeldern wie  z.B. Konfliktlösung, Toleranz, Verantwortung... Die Leitung gibt hierfür den Rahmen und greift nur an geeigneten Stellen in den Prozess ein

 

  • Aktion und Reflexion

    Durch Aktionen zu neuen Erfahrungen kommen, durch Reflexion neue Erkenntnisse erlangen und übertragen.